Highland, Lochs und Castles -
unterwegs in Schottland

17. - 30. August 2013
 
Flagge von Schottland "In Schottland ist es kühl, nebelig und es regnet dauernd. Fah­ren Sie doch lieber in den Süden ans Meer und erhole Sie sich am Strand!" So oder ähnlich waren größtenteils die Reaktionen, als ich mein Urlaubsziel für diesen Sommer verriet. Trotz dieser bestimmt gut gemeinten Ratschläge wollte ich mir dieses Land einmal genauer ansehen. Wenn sich ein Gespräch um Schottland dreht, fallen bestimmt nicht nur mir zuerst 3 Sachen ein: Dudelsäcke, Schottenröcke und Wisky. Wer mehr nachdenkt, dem kommen noch die Highlands samt ihren Spielen und die Military Tattoos in den Sinn. Doch bestimmt hat dieses Land weit mehr zu bieten. Also los!
 
Fakten über Schottland
 
Lage von Schottland Schottland ist ein Teil des Vereinigten Königreichs von Großbri­tannien und Nordirland. Es erstreckt sich über etwa ein Drittel der Insel Großbritannien und umfasst zusätzlich mehrere klei­nere Inselgruppen. Seit 1437 ist Edinburgh die Hauptstadt. Bis 1707 war Schottland ein eigenständiges Königreich. Danach wurde es mit dem Königreich Endland vereinigt, von dem es schon seit 1603 in Personalunion regiert wurde. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, sich wieder vom Vereinigten Königreich und Nordirland zu lösen, obwohl Schottland in den vergangenen Jahren schon weitgehende Autonomie erlangte.
 
In Schottland leben derzeit 5,31 Mio. Einwohner auf 78722 km², was somit etwa 67 Ein­wohner/km² sind. Zum Vergleich: In Deutschland drängeln sich 225 Einwohner/km² - mehr als das Dreifache. In den 4 größten Städte (Glasgow, Edinburgh, Aberdeen, Dun­dee) leben alleine schon 1,45 Mio. Menschen, sodass sich auf dem restlichen Gebiet nur etwa 47 Einwohner/km² tummeln können. Auf den Orkney-Inseln leben sogar nur etwa 20 Einwohner/km², auf den Shetland-Inseln etwa 16 und auf den Äußeren Hebriden knapp 9.
 
Etappen der Reise
 
Zwar lässt sich Schottland bestimmt auch mit dem eigenen oder geliehenen Auto erkunden - ich wählte jedoch wieder ein Reiseunternehmen. Die Reise mit Rotel Tours führte mich von Edinburgh zuerst nach Westen an die Atlantikküste und dort mehr oder weniger an der Westküste entlang bis zum nördlichsten Punkt des schottischen Festlands. Von dort ging es nahe der Nordseeküste wieder südlich bis Edinburgh.
 

1. Tag: Flug nach EdinburghReiseroute © Rotel Tours
2./3. Tag: Oban
4. Tag: Cannich
5. Tag: Inverness
6. Tag: Ullapool
7./8. Tag: John O'Groats
9. Tag: Inverness
10. Tag: St. Andrews
11. Tag: Stirling
12./13. Tag: Edinburgh
14. Tag: Rückflug


Turbulente Lowlands
 
Ganz grob kann man Schottland in die Lowlands und die Highlands sowie die umliegenden Inseln unterteilen. Das relativ niedrig liegende Gebiet zwischen Edinburgh und Glasgow ist am stärksten bevölkert. Dort hat sich auch die meiste Industrie angesiedelt, sodass es nicht verwundert, dass in diesem Bereich auch das Leben tobt.
 
The Royal Edinburgh Military Tattoo The Royal Edinburgh Military Tattoo Gleich am ersten Abend besuchten wir das The Royal Edinburgh Mili­tary Tattoo. Es ist das größte Mu­sikfestival Schottlands und findet seit 1950 jedes Jahr im August auf dem Platz direkt vor dem Edinburgh Cast­le statt. Das englische Wort Tattoo für Zapfenstreich lässt den Charakter dieses Ereignisses erahnen, denn ur­sprünglich war es ausschließlich der Militärmusik vorbehalten. In den vergangenen Jahren wurde das Programm jedoch stark erweitert. Neben dem militärischen Teil sind nun auch weitgehend zivile Tanz- und Gesangsdarbietungen zu sehen. Auf der Esplanade wird für die Zeit des Tattoos, also für etwa 3 Wochen, eine Tribüne errichtet, auf der etwa 8600 Zu­schauer Platz finden. Das Schloss bildet dann einen eindrucksvollen Hintergrund.
 
Glasgow ist mit knapp 600000 Einwohnern die größte Stadt in Schottland. Selbst Edin­dsburgh kann nur mit knapp 500000 Einwohnern aufwarten.
 
Kelvingrove Art Gallery and Museum Salvador Dali: Christus des Heiligen Johannes vom Kreuz Im Kelvingrove Park, zu Füßen der Glas­gower Universität, steht das imposante Ge­bäude des 1901 erbauten Kelvingrove Art Gallery and Museum. Der Eintritt ist frei und unbedingt zu empfehlen. Das Mu­seum beherbergt über 8000 einzigartige Ausstellungsstücke, die von antiken euro­päischen Kunstwerken über mittelalterliche Glasmalereien, Möbelstücke, Teppichen bis hin zu besonders sehenswerten Exponaten aus Ägypten, Griechenland und dem Orient reichen. Außerdem sind verschiedene Gemäldesamm­lungen in diesem Gebäudekomplex untergebracht.
 
Laufrad von Gavin Dalzell im Riverside Museum Segler Glennlee nahe Riverside Museum Der eigenwilligen Neubau des Riverside Muse­um wurde erst 2011 eröffnet. In ihm ist das Museum of Transport untergebracht, zu dem der Eintritt frei ist. Bemerkenswert ist die Aufma­chung der Ausstellung. Unter anderem werden in 3 Straßenzügen die technischen Neuerungen be­stimmter Zeiten anschaulich dargestellt. Darüber hinaus lassen sich in mehreren Etagen diverse alte Motorräder, Autos, Schiffsmodelle, Straßen­bahnen und Fahrräder aus allen Epochen finden. Unter anderem ist ein altes Holzlaufrad von Gavin Dalzell aus dem Jahr 1846 ausgestellt, das in Schottland lange Zeit als das älteste Fahrrad der Welt galt. Direkt hinter dem Museum fließt der Clyde River, an dem der Segler Glenn­lee festgemacht hat.
 
St. Mungo's Cathedral St. Mungo's Cathedral Die St. Mungo's Cathedral geht auf den Glasgo­wer Schutzpatron St. Mungo zurück. Sein Grab, das jederzeit besichtigt werden kann, befindet sich in der Krypta der Kirche. Der imposante go­tische Bau ist zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert entstanden. Die Kirche wurde zum Glück nicht durch Kriegseinwirkungen in Mitlei­denschaft gezogen. Obwohl das Innere während der Reformation um viele seiner damaligen Schätze beraubt wurde, ist es noch immer se­henswert.
In unmittelbarer Nähe zur Kathedrale befindet sich das kleine Provant Lordship's House, das älteste heute noch erhaltene (Stein-)Haus Glasgows, aus dem Jahr 1471.
 
Menschenleere Highlands
 
Loch Lomond und Ben Lomond (SOTA GM/SS-011, 975 m) Auf dem Weg in die Highlands Wer durch Schottland fährt, dem fal­len bestimmt auch die riesigen men­schenleeren Gebiete in den High­lands auf. Lediglich an einigen weni­gen Stellen lassen sich noch Über­reste von menschlichen Behausun­gen finden. Leider ist diese Ödnis von Menschen gemacht. Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts war Schottland ein normal besiedeltes Gebiet. Um die Gründe für dafür zu verstehen, muss man etwas zurückblicken.
Highland Rannoch Moor Über Jahrhunderte hinweg war das Gemeindeland in der Hand der Clan-Chiefs. Die Pächter hatten rela­tiv wenig Rechte und mussten das Land für die Chiefs bearbeiten. Doch die Clan-Chiefs galten als das jewei­lige Oberhaupt der jeweiligen Grup­pe von Familien, die meist ein abge­grenztes Gebiet bewohnten. Ihrer Gemeinschaft gaben sie besonders durch die unterschiedlichen Kilts, Trachten und Famili­ennamen Ausdruck.
 
Glen Coe Loch Maree Seit dem 14. Jahrhundert stellten das Haus Stuart die Könige Schott­lands, die bis 1714 teils auch die Kö­nige von England waren. Schon 1701 schrieb das englische Parlament je­doch die protestantische (englische) Erbfolge per Gesetz fest, wobei die Hauptlinie der Stuart umgangen wurden. Dagegen begehrten die ei­gentlichen Thronanwärter und ihre Anhänger in den folgenden Jahren in den sogenannten Jacobiten-Aufständen mehrfach erfolglos auf. Das wohl bekannteste Ereignis ist die von Bonnie Prince Charlie geführte Schlacht von Culloden im Jahr 1746. Die an den Aufstän­den/Kriegen beteiligten Clan-Chiefs (teils auch andere Clan-Mitglieder) wurden hingerichtet oder mussten ins Ausland fliehen. 1747 wurde den Schotten das Tragen der traditionellen Kleidung und von Waffen verboten. Den im Land gebliebenen Schotten untersagte man au­ßerdem das Sprechen ihrer Sprache, was gleichbedeutend mit dem Verlust der gälischen Kultur war. Die Wirtschafts- und Sozialstruktur im Hochland wurde drastisch geändert, so­dass die Clans faktisch nicht mehr existierten.
 
Highland Die neuen Herren, oft reiche junge Engländer, versuchten nun als Landlords Geld aus dem Land zu ziehen. Einige der nord­schottischen Landlords, der Landverpächter, setzten Methoden ein, die im Süden des Landes bei der Einführung einer moder­nen Landwirtschaft zu Ertragssteigerungen führten. Viele der Crofts (Pachthöfe) waren jedoch zu klein, um wirtschaftlich da­rauf arbeiten zu können.
Erste Landvertreibungen begannen, um größere landwirt­schaftliche Einheiten schaffen zu können. Mit den Vertreibungen bekam das Wort Clearences (Bodenverbesserungen) zunehmend eine neue Bedeutung: Säuberung des Landes von Menschen. Die flächendeckende Entvölkerung (Highland Clearances) setzte ein, als die Landlords die Schafzucht/Wollproduktion als Profitquelle in den doch recht rauen Highlands entdeckten. Zu Tausenden mussten die Crofter ihre angestammten Täler und Höfe verlassen. Die Vertreibung geschah teils mit sehr brutalen Methoden.
 
Dunrobin Castle in Golspie Dunrobin Castle in Golspie Die Dukes und Duchess of Suther­land ließen beispielsweise wider­spenstigen Pächtern das Dach über dem Kopf anzünden. Von den erwirt­schafteten Gewinnen konnten sich die Landlords teils prächtige Schlös­ser bauen lassen, wie z.B. das Dun­robin Castle der Sutherlands (Foto­verbot im Innern des Schlosses) in Golspie beweist. Wer Glück hatte und überlebte, wanderte zum Beispiel nach Neuschott­land in Kanada aus.
Laidhay Croft Museum Laidhay Croft Museum Doch ab etwa 1880 begann sich der Wi­derstand zu regen. Da man Aufstände wie in Irland befürchtete, wurde 1886 die Na­pier Commission berufen. Das Londoner Unterhaus erließ 1886 die Crofters Act, die erstmals Pächtern die Sicherheit der Pacht zubilligte. Für die meisten Hochländer kam das Gesetz jedoch zu spät, denn das Land war nahezu entvölkert. Wie die Menschen zu dieser Zeit lebten, lässt sich zum Beispiel nach einem Besuch im Laidhay Croft Museum nördlich von Dunbeath in der Grafschaft Caithness erahnen. Zwar sind dessen Gebäude heute mit altem Mobiliar und Werkzeug überfrachtet, doch die Ausstattung der Häuser vermittelt meiner Meinung nach einen sehr guten Eindruck vom damaligen Lebensstandard. Verpasse nicht den äußerst leckeren Kuchen im angegliederten Cafe!
 
Blick auf den Loch Broom landeinwärts Sonnenuntergang in Ullapool Lediglich an der Küste blieben viele Ge­biete von den "Säuberungen" ver­schont, da sich die Einwohner dort auf den Fischfang konzentrierten und so­mit kaum Land benötigten. Ein gu­ter Platz zum Übernach­ten oder für Aus­flüge ist beispielsweise Ulla­pool. Von diesem beschauliche Ört­chen am Loch Broom (See mit Meer­zu­gang) fährt unter anderem eine der Fähren zur Insel Lewis ab. Auch von einem der um­lie­genden Berge gewinnt man erst so richtig einen Eindruck von der Weite und den Bergen im Land.
Folklore in Ullapool Folklore in Ullapool Kleiner Tipp: Wer gerade an einem Don­nerstag in Ullapool verweilt oder an diesem Wochentag einen kurzen Stopp dort einrichten kann, der soll­te eine Attraktion nicht verpassen. Zu­mindest in den Sommermonaten findet dort ab 19 Uhr ein "Mini-Tat­too" auf dem zentralen Platz am Ha­fen statt. Die Folklorevorführung der größtenteils Jugendlichen ist kostenlos - Spenden sind stets willkommen. So hautnah kommt man den Dudelsackspielern und -spielerinnen (ja, die gibt es auch) sonst kaum. Es ist schon erstaunlich, welche Lautstärke so ein Dudelsack entwickeln kann. Die Gruppe star­tet und endet an der am Ortsrand gelegenen Schule, sodass sie außerdem ein Stück im Ort zurücklegt - mit musikalischer Untermalung.
 
Das Große Tal
 
Nessie Im und am im Großen Tal (Great Glen) liegenden Loch Ness dreht sich alles um das seit Jahrhunderten bekannte Ungeheuer. Da sich die Britischen Inseln nach der letzten Eiszeit hoben und sich so die Seen im Great Glen aus dem einstigen Meeresarm bildeten, ist es gut möglich, dass in dem mindestens 315 m tie­fen See mit seinem schlammigen Untergrund noch ein paar Tie­re aus dieser Zeit überlebt haben. In Drumnadrochit am Loch Ness kann zumindest jeder Besucher, der es möchte, das Unge­heuer entdecken - sei es nun als Kunststofffigur in einem klei­nen Tümpel oder als Plüschfigur im nahe gelegenen Nessie-Shop. Die Nessie-Population ist derart groß, dass dieses Ungeheuer selbst dann nicht ausstirbt, wenn jeder Tourist ein Exemplar als Andenken mit nach Hause nimmt. Der See selbst ist eher unspektakulär, so­dass ein längeres Verweilen dort nicht lohnt.
 
Glen Affric Kaledonische Kiefer Uns zog es von Drumnadrochit in das Seitental nach Cannich. Äußerst sehenswert ist das von dort erreich­bare Glen Affric, ein Tal, in dem der gleichnamige Loch Affric liegt. An seinen Ufern finden sich noch viele Waldkiefern (Scots Pine), die auch als Kaledonische Kiefern bezeichnet werden. Sie wuchsen in Schottland bis zum Beginn des verstärkten Schiffbaus und der industriellen Revolution an vielen Stel­len. Eine kleine Wanderung am Ufer oder in der Nähe der Dog Falls sollte unbedingt zur Reise gehören.
 
Drehbrücke Tomnahurich Swing Bridge an der A8 Zwischen der Ost- und Westküste Schottlands wurde von 1803 bis 1822 längs durch das Great Glen der Kaledonische Kanal gebaut. Etwa ein Drittel der Gesamtlänge von 97 km wurde künstlich geschaffen. Der Kanal führt vom Moray Firth (nahe Inverness) an der Nordsee bis zum Firth of Lorne (nahe Fort William) am Atlantischen Ozean. Dabei werden der River Ness, Loch Ness, Loch Dochfour, Loch Ness, Loch Oich, Loch Lochy und Loch Linnhe durchquert. Ein Teil der künstlich errichteten Kanalabschnitte liegen über dem Umland.
Schleusen der Muirtown Locks Insgesamt mussten 29 Schleusen errichtet werden, um die Hö­henunterschiede zwischen den einzelnen Lochs auszugleichen. Zur Einsparung hoher Brücken wurden für den Straßen- und Bahnverkehr über den Kanal insgesamt 8 Drehbrücken errich­tet. 2 Straßenbrücken samt mehrere direkt hintereinander liegende Schleusen sind in Inverness zu sehen. Dort führt die A862 über die Muirtown Swing Bridge mit den 4 Schleusen der Muirtown Locks direkt dahinter. Nach einem kurzen Spaziergang etwas weiter den Kanal hinauf, ist die Tomnahurich Swing Bridge an der A82 zu entdecken. Mehrere Schleusen hintereinander gibt es außerdem in Fort Augustus (5), östlich/kurz vor dem Loch Lochy (2) und mit Neptuns Treppe (8) in Banavie (nahe Fort Williams). Der Kanal erreichte nach der Fertigstellung nicht die ihm zugedachte wirtschaftliche Bedeutung. Heute dient er hauptsächlich dem Tourismus.
 
Orkney-Inseln
 
9,5 km nördlich des schottischen Festlands liegt das aus knapp 70 Inseln bestehende Areal der Orkney-Inseln. Von den insgesamt 990 km² nimmt die Hauptinsel knapp die Hälfte ein. Auf den Orkney-Inseln leben derzeit etwa 20000 Einwohner auf 17 Inseln - der Rest ist dauernd oder teilweise unbewohnt. Über die Frühgeschichte der Inseln und des nördlichen Bereichs des Festlands ist wenig bekannt. Sicher ist nur, dass sich schon vor 5000 bis 6000 Jahren Menschen der Jungsteinzeit hier ansiedelten. Sie verschwanden jedoch etwa 1000 Jahre vor Beginn der Zeitrechnung. Wahrscheinlich wurde das Klima damals kühler und feuchter - zumindest setzte ab diesem Zeitpunkt verstärkt das Torfwachstum ein. Laut den Wissenschaftlern ist nur sicher, das dieses Gebiet von den Pikten bewohnt wurde. Später kamen die Wikinger. Die Orkney-Inseln blieben sogar bis 1468 norwegisch. Doch nach der Heirat eines schottischen Königs mit einer Tochter des Königs von Dänemark und Norwegen konnte dieser die Mitgift nicht zahlen und verpfändete die Inseln. Da die Finanznot anhielt, blieben die Inseln letztendlich bei Schottland. Doch der skandinavische Einfluss ist noch heute deutlich zu erkennen.
 
Leuchturm Duncansby Head (ARLHS SCO-062) Ausgangspunkt für Fahrten auf die Inseln können unter anderem das westlicher gelegene Thurso und John O'Groats sein. Wir wählten John O'Groats, von dem jedoch nur ein Personenfähre nach Burwick fährt. Für den Transport auf den Inseln nutzten wir daher einen vom Fährbetreiber gestellten, einheimischen Bus. Etwa 5 km von John O'Groats ist auch der nordöstlichste Punkt Schottlands zu finden: Duncansby Head. Von den direkt vor der Küste liegenden Felsspitzen der Duncansby Stacks war bei der Wanderung aufgrund des Nebels nichts zu sehen. Nur der Leuchtturm Duncansby Head (ARLHS SCO-062) war aus der Nähe zu erkennen. Sein Leuchtfeuer befindet sich 67 m über dem Meeresspiegel.
 
Skara Brae Skara Brae Eine der berühmtesten Stellen, an denen sich eine alte Kultur heute noch sehen lässt, ist das Steinzeitdorf Skara Brae. Nach einem kurzen Spaziergang gelangt man zu dieser direkt an der Küste lie­genden Ausgrabungsstätte. Vor etwa 5000 Jahren bauten Menschen hier dieses Dorf, um es nach etwa 500 Jahren aus bisher unbekannten Gründen wieder zu verlassen. 1850 riss ein Sturm einen Teil des Strands ins Meer, wodurch Mauern freigelegt und das alte Dorf entdeckt wurden. Insgesamt besteht Skara Brae aus 10 vollständig ausgestatteten Hütten mit 3 m hohen Wänden, die durch enge Gänge (Gassen) miteinander verbunden sind.
 
Ring of Brodgar Auf der Landzunge zwischen dem Loch Stenness und dem Loch Harray liegt ein Henge mit einer kreisförmigen Steinsetzung - der Ring of Brodgar. Er wurde etwa zur selben Zeit errichtet, wie Skara Brae (wahrscheinlich 2700 vor dem Beginn der Zeit­rechnung). Der Ring of Brodgar ist mit einem Durchmesser von 104 m und ehemals 60 stehenden Steinen (derzeit stehen noch 27) einer der größten Steinkreise Europas - größer als Stone­henge. Wer mehr Zeit als wir mitbringt, der kann sich zusätzlich die in der Nähe befindenden Zeugnisse aus der Jungsteinzeit ansehen. Zu ihnen zählen die Stones of Stenness, die Siedlung von Barnhouse, der Ring of Bookan, die Standing stones (Comet Stone, Bridge Stone, Watch Stone und Barnhouse Stone) und das Passage Tomb von Maes Howe.
 
Broch von Gurness Broch von Gurness Auf den Inseln befindet sich bei Tingwall auch ein besonders gut er­haltener Broch. So ein Bauwerk ist als eine Art Burg der Vorzeit anzu­sehen. Die Brochs bestanden aus ei­nem kreisrunden, aus Steinen ohne Mörtel errichteten Turm. Dieser Turm konnte noch von einigen Hütten au­ßerhalb umgeben sein. Am niedrigen Eingang findet sich oft eine sogenannte Wächterzelle, die tief in die dicken Fundament­mauern eingelassen ist. Im Innern der Brochs befand sich in etwa 2 m Höhe eine Holz­decke, wie noch heute an den Vorsprüngen in den Wänden zu erkennen ist. Der Turm selbst war bis zu 13 m hoch. Seine Mauern waren innen hohl, sodass sie genügend Platz für Vorräte und eine Treppe auf die Mauerkrone boten. Die Brochs entstanden in einer Zeit von plusminus 200 Jahre um den Beginn der Zeitenrechnung. Da sich die damals dort lebenden Menschen in stammesmäßigen Gesellschaften organisierten, waren die Brochs wahrscheinlich Fluchtburgen bei Angriffen räuberischer Banden.
 
St.-Magnus-Kathedrale in Kirkwall Gasse in Kirkwall Doch nicht alles auf den Orkney-Inseln ist so alt wie die Zeugnisse der Steinzeit, wie die beiden größten Städte Kirkwall und Stromness beweisen.
Bereits im frühen 11. Jahrhundert stand in Kirkwall eine erste Kirche, woher wahrscheinlich auch der aus dem Skandinawischen übersetzt Kirchenbucht lautende alte Ortsname stammt. Im Jahre 1137 wurde in Kirkwall mit dem Bau der St.-Magnus-Kathedrale begonnen. Sie beherbergt auch die sterblichen Reste des namensgebenden Heiligen. Das Innere der Kathedrale ist durch die massiven Säulen im normannischen Stil geprägt, ihr Äußeres durch den roten Sandstein. In der Stadt leben heute noch nicht einmal 6500 Einwohner, doch es ist die größte Stadt auf den Orkney-Inseln.
Blick über die Hinterhöfe von Stromness zur Kirche Gasse Richtung Meer in Stromness 14 km von Kirkwall entfernt befindet sich Stromness. Sie ist die zweitgrößte Stadt auf den Orkney-Inseln, obwohl sie nur eine kleine Fischerstadt mit etwas mehr als 2000 Einwohnern ist. Der langgestreckte Ort quetscht sich quasi zwischen das Meer und einem dahinter liegenden Hügel. Stromness liegt an einer der Durchfahrten zum Scapa Flow, einem durch die umlie­genden Inseln Mainland, Burray, South Ronaldsay, Flotta und Hoy abgeschirmten Meeresteil, der quasi einen Innensee bildet. Stromness trägt aufgrund der vorwiegend vorherschenden Farbe seiner Steinhäuser auch den Namen "Graue Stadt am Meer".
 
Wisky
 
Jeder schottische Clan produzierte seinen Whisky für den Eigenverbrauch. Dabei wurde vorwiegend die nach dem Winter noch übrig gebliebene Gerste verwendet. Heutzutage gibt es kommerzielle Wisky-Brennereien im gesamten schottischen Highland und darüber hinaus. Jeder Wisky schmeckt anders, da sein Aroma von den Rohstoffen, dem Herstel­lungsprozess und der Fassreifung abhängt.
Maischebottiche in Glenmorangie Glenmorangie ist eine Distillery in Tain, die 1843 gegründet wurde. Hier bot sich die Möglichkeit, eine Führung durch die Räume zu unternehmen. Kleine Bemerkung: Angeblich aus steuerrechtlichen Gründen (Ermittlung der wahren Menge her­gestellten Wiskys) ist das Fotografieren in den Gebäuden nicht erlaubt. Das in Glenmorangie verwendete Malz stellt die Bren­nerei nicht selber her. Sie kaufen Malz aus Gerste der Umge­bung, die beim Darren (Trocknen) nur leicht getorft wurde. Vor dem Maischen wird das Malz zu Schrot gemahlen und danach im Maischbottich mit heißem Wasser vermischt. Darin wandelt sich die Stärke durch Enzyme in Malzzucker und andere Zuckerarten um. Nach dem Filtern und Abkühlen ver­setzt man die entstandene Würze in den Gärtanks mit Hefe. Die Hefe vergärt den Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid.
Brennblasen in Glenmorangie In den Brennblasen wird die Flüssigkeit erhitzt, damit der Alkohol und die Aromastoffe verdampfen und im oberen (kühleren) Teil der Brenn­blase kondensieren kann. Glenmorangie besitzt insgesamt 8 Brennbla­sen, von denen immer nur einzelne in Betrieb sind. Die anderen wer­den gesäubert oder gerade neu befüllt. In der ersten Serie Brenn­blasen wird aus der Maische der Rohbrand erzeugt. In der zweiten Serie Brennblasen entsteht daraus der Feinbrand, der durch ein Zählwerk fließt. Das Zählwerk dient zur Bestimmung der zu zahlenden Brennweinsteuer.
Lagerhalle von Glenmorangie Glenmorangie soll die mit 5,14 m höchsten Brennblasen in Schottland besitzen. Ihre Höhe wird für den besonders milden Geschmack des hergestellten Wisky verantwortlich gemacht, da der Feinbrand erst an der Spitze abge­nommen wird. Nach Verlassen des Zählwerks wird der Brandwein ge­gebenenfalls noch mit Wasser gemischt in speziellen, vorher noch einmal kurz ausgebrannten Fässern abgefüllt und jahrelang kühl ge­lagert. Zum Teil befinden sich die dafür genutzten Lagerhallen nicht in unmittelbarer Umgebung der Brauerei.
Auswahl des Wiskys von Glenmorangie Nach der Führung ist eine kleine Ver­kostung möglich. Liebhaber können sich im angegliederten Shop auch gleich mit Wisky eindecken, der min­destens 10 Jahre gelagert wurde. Nach oben gibt es sowohl von der Lagerzeit als auch vom Preis her kaum eine Grenze. Offiziell werden alleine in dieser Distillery jährlich 9 Millionen Liter (!) Single Malt Scotch Wiskys in den unterschiedlichsten Ge­schmacksrichtungen hergestellt. Wenn man die anderen, alleine in Schottland noch vorhandenen Brennereien mit bestimmt ähnlichen Produktionsmengen dazurechnet, fragt man sich, wer diese Unmengen eigentlich trinkt.
 
Reisen mit Rotel Tours
 
Öfters werde ich gefragt, wie es denn ist, mit Rotel Tours zu reisen. Ich empfinde diese Art des Reisens als sehr angenehm. Sie ist in etwa mit einem gut ausgestatteten Camping-Urlaub zu vergleichen, wobei man jedoch nicht alleine reisen muss und so selbst als Ein­zelperson schnell Kontakt findet. Wer schon einmal in der Wüste, in der Wildnis Pata­goniens oder unter dem Sternenhimmel des südlichen Afrikas übernachtet hat oder es sich zumindest vorstellen kann, wird meine Begeisterung verstehen.
 
40-Sitzer mit Rotel-Anhänger, Agnes Grom-Hawwary als Reiseleiterin und Gunther Traupel als Fahrer Zu jedem Rotel-Team zählen immer ein Fahrer und ein Reise­leiter. Als Fahrzeuge gibt es 4 Gruppen, deren Einsatz sich vor­nehmlich nach der Art der Reise richtet. Diesmal fuhren wir mit einem 40-sitzigem Bus und dem typischen Rotel-Anhänger. Es gibt auch kombinierte 20-Sitzer in Allrad-Ausführung, kombinierte 34-Sitzer vornehmlich für Übersee und 34-Sitzer mit angehängtem Rotel-Anhänger.
 
Dach- und Fußboden ausgeklappt, Teppich wird gerade ausgerollt Charakteristisch an Reisen mit Rotel Tours sind die Kabinen. Sie befinden sich entweder in einem separaten Anhänger oder bei kombinierten Fahrzeugen im hinteren Teil des Busses. Grundsätzlich bleiben die Kabinen während der Fahrt geschlossen, sodass sich auch niemand darin aufhalten kann und darf. Nach der Ankunft am Übernach­tungsort lässt sich der Schlafbereich selbst mit 2 Personen innerhalb weniger Minuten aufbauen, denn es sind lediglich die als Fußboden und Dach genutzten Abdeckungen auszuklappen sowie eine als Wand genutzte Plane zu befestigen. Den Aufbau übernehmen die Reisenden selbst. Auch Neulinge können dabei mitwirken, denn die wenigen Handlungen sind schnell zu erlernen.
 
Befestigung der Regenplane, der Sichtschutz folgt danach Im Anhänger stehen Einzel- und Doppelkabinen zur Verfügung. Jeweils 3 Kabinen befinden sich übereinander. Die oberen Ka­binen sind durch Tritte und Haltemöglichkeiten leicht erreichbar, während sich die unteren Kabinen auf Fußbodenhöhe befinden. In gewissen Grenzen ist die Anzahl der Einzel- und Doppelka­binen variabel, denn besonders an den Enden lassen sich Zwi­schenwände einsetzen oder herausnehmen. Wer welche Kabine bekommt, teil der Reiseleiter am ersten Tag ein, wobei Wünsche berücksichtigt werden.
 
Die Kabinen selbst sind etwa 70 cm Breit und so hoch, dass man in ihnen sitzen kann. Am Kopfende jeder Kabine befindet sich ein Fenster, dass sich stufenlos aufklappen lässt. Außerdem besitzt jede Kabine an jedem Ende einen Vorhang und zusätzlich am Fenster ein Mückennetz. Ein Schlafsack und eine Matratze müssen nicht mitgenommen werden, denn die Kabinen sind mit dicken Matratzen und einer ebensolchen Federdecke ausgestattet. Bettwäsche stellt Rotel Tours. Jede Kabine besitzt außerdem eine Beleuchtung und ein kleines Gepäcknetz.
 
Oft fragen neugierige Leute, die den Rotel-Anhänger irgendwo aufgebaut stehen sehen, ob sie einmal in ihn hineinsehen können. Das geht jedoch nicht, da der Bereich vor den Ka­binen und die Kabinen selbst quasi einen kombinierten Umkleide- und Schlafraum dar­stellen. Und die würden Sie doch bestimmt auch nicht für eine Besichtigung freigeben, oder? Deshalb habe ich auch keine Bilder davon gemacht. Wer Geduld besitzt, kann jedoch während der Aufbau- oder Abbauphase einen Blick auf die Kabinen erhaschen, wie die Fotos oben zeigen.
 
Küche des Rotel-Anhängers mit Gunther darin Mithilfe beim Zubereiten des Abendessens Das leibliche Wohl kommt bei den Rotel-Reisen nicht zu kurz. Alle Teilnehmer werden vom Fahrer verköstigt, der nach der Ankunft am Übernach­tungsort die außen am Anhänger angebrachte Küche aufbaut und nach Mithilfe der Reisenden (Wasser holen, Gemüse putzen usw.) das Essen zubereitet. Gegessen wird an mitgeführten Ti­schen, wobei sich bei Regen eine schon beim Auf­bau zusätzlich angebrachte Plane spannen lässt, unter der die Tische und Stühle/Bänke Platz fin­den. Das Frühstück am nächsten Morgen ist aus­reichend und umfasst alles von Brot, Wurst, Käse, Marmedade, Müsli, Butter bis hin zu Tee und Kaffee. Teller, Tassen und Besteck stellt wiederum Rotel Tours. Für das Mittagsessen wird in der Regel ein größerer Ort angesteuert, in dem man sich selbst verköstigen kann.
 
Koffertag Ein paar Besonderheiten weist das Reisen mit Rotel Tours noch auf. Die unten im Bus verstauten Koffer werden alle 3 Tage (so­genannte Koffertage) herausgegeben, sodass man die für die nächsten 3 Tage erforderlichen Kleidungsstücke herausholen und in der kleinen sogenannten 3-Tagestasche unterbringen kann. Diese wird während der Fahrt in der Kabine selbst ver­staut und nach dem Aufbau des Rotel-Anhängers vor der Kabine auf den Fußboden gestellt. Ein täglicher Zugriff auf den großen Koffer ist nicht erforderlich, denn man ist erstaunt, wie wenig man für 3 Tage wirklich daraus benötigt. Ständig benötigte Utensilien (Waschzeug usw.) lassen sich im Gepäckfach der Kabine verstauen. Der mit der Plane abgetrennte Raum vor den Kabinen bietet außerdem Platz für die auf Bügeln postierten Kleidungsstücke. Ein klei­ner Rucksack mit dem für die Wanderungen und Ausflüge erforderlichen Dinge lässt sich in dem jederzeit zugänglichen Innenbereich des Busses verstauen. Bei aufgebautem Rotel-Anhänger lassen sich Fotoapparate und Mobiltelefone an einer Steckerleiste aufladen. Adapter sind nicht erforderlich, denn es sind die in Deutschland üblichen Buchsen.
 
Amateurfunk mit Hindernissen
 
IOTA-Programm Für Schottland ist keine separate Lizenz erforderlich, denn dort gilt das CEPT-Abkommen. Ich konnte daher ohne Probleme mit einem dem Rufzeichen vorangestelltem Präfix MM/ aktiv werden.
 
Da Schottland nur aus Inseln besteht, gibt es keinen Teil, der nicht für das IOTA-Programm zählt. Insgesamt gibt es 13 In­seln bzw. Inselgruppen. Meine Reiseroute führte über Great Britain (IOTA EU-005), die Inner Hebrides (IOTA EU-008) und Orkney (IOTA EU-009). Funkbetrieb war jedoch nur von der Hauptinsel vorgesehen. Zwar war meine Funkstation klein und eignete sich zum Mitnehmen, doch die Zeiten auf den anderen Inseln waren begrenzt.
 
SOTA-Programm Mit 1216 Gipfeln in 6 Regionen hat Schottland auch jede Menge Ziele für SOTA-Interessierte zu bieten. Nicht umsonst hat eine Brite (John Linford, G3WGV) das SOTA-Programm ins Leben gerufen. Naturgemäß liegen die zählbaren Gipfel hauptsächlich im Süden und Westen des Landes. Doch auch im Norden, Osten und in der Mitte sind sie zu finden. Selbst für die Inseln außerhalb der Hauptinsel sind wertbare Gipfel aufgeführt. Unter den Gipfeln gibt es 36, für die sich 10 Punkte anrechnen lassen. Doch keine Bange, dass Sie körperlich nicht für das Erklimmen von Bergen geeignet sind. Selbst der höchste Berg in Schottland, der Ben Nevis, ist nur 1344 m hoch.
 
Von den Gipfeln und Inseln wollte ich jedoch nicht aktiv werden. Daher probierte ich es an insgesamt 3 Abenden in Inverness und John O'Groats. Schnell war der Mast errichtet und die mit Steckern versehenen Antennendrähte um den Mast gewickelt bzw. auf dem Boden ausgelegt. In John O'Groats nutzte ich sogar die Rotel-Kabine als Shack. Durch das Fenster führte dort eine Zweidrahtleitung bis zum Fuß des Mastes.
 
Im Elecraft K1 waren nach dem Anschalten sofort laute Signale zu hören. Doch was war das? Nach dem Abstimmen kam die Leistungsanzeige nicht über 3 Balken hinaus, was ungefähr 2 bis 3 W entspräche. Zuerst tippte ich auf eine noch falsch eingestellte Ausgangsleistung. Jedoch war es das nicht. Auch halbleere Akkumulatoren waren nicht der Grund. Um die Station nicht völlig unnütz mitgenommen zu haben, versuchte ich trotzdem in einigen Stunden eine Verbindung zu erreichen - egal wie weit sie wäre. Daraus wurde selbst dann nichts, als ich um die QRP-Frequenzen herum CQ rief, wo doch die QRPer gerade auf leise Signale gehört hätten. Wahrscheinlich kamen noch weniger als die vermuteten 2 W aus dem Transceiver heraus. Am dritten Tag gab ich entnervt auf und packte die Station für den Rest der Reise zurück in ihren kleinen Koffer. So wurde es nichts damit, als MM/DK3RED aktiv zu werden. Doch das Land ist so schön, dass man einen zweiten Anlauf unternehmen kann. In der Zwischenzeit muss ich herausfinden, was da im Transceiver nicht stimmt.
 
Sitzungssaal des Schottischen Parlaments PS. Für den 18. September 2014 hat das Schottische Parlament ein Referendum vorgesehen. Bei ihm soll über das Herauslösen Schottlands aus dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland abgestimmt werden. Ich hoffe, dass sich die Schot­ten bei ihrer Entscheidung nicht von kurzfristigen ökonomischen Vorteilen (z.B. den ihnen dann allein zustehenden Gewinnen der Ölfelder) oder großmundig vorgetragenen Beteuerungen einzel­ner politischer Parteien verleiten lassen. Außerdem sollten sie sich nicht ihre Zukunft verbauen, denn niemand kann ihnen ga­rantieren, ob ein eigenständiges Schottland überhaupt wirtschaftlich lebensfähig ist. Und welches Verhältnis dann Schottland zur Europäischen Gemeinschaft besitzen wird, ist auch noch nicht geklärt. Es gibt garantiert andere Wege, politisch und ökonomisch selbststän­diger zu werden, als die Unabhängigkeit. Das beweisen die für eine weitgehende Auto­nomie schon in den vergangenen Jahren in Gang gesetzten Prozesse.

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