Verwendung der Stufenbohrer

Stufenbohrer Wenn Sie große Löcher in dünne Bleche bohren, ist das Ergebnis oft unbefriedigend: Die Ränder sind ausgefranst und wellig. Wesentlich besser geht diese Prozedur mit einem Stufenbohrer und das Ergebnis sieht gefälliger aus.
 
Für die nachfolgenden Schritte benutze ich in der Regel keine Bohrmaschine. Es reicht beim Bohren in Aluminium, die Bohrer in ein Feilenheft zu klemmen. Außerdem lassen sich gebogene Bleche nur schlecht in einem Bohrständer einspannen. Nur bei Stahlblechen benutze ich eine Bohrmaschine.
Wenn Sie ganz dünne Bleche (< 0,5 mm) bearbeiten wollen, so legen Sie vor dem Bohren ein dickeres Stück Blech darunter und klemmen Sie beide mit einer oder zwei kleinen Schraubzwingen zusammen. Ansonsten geht es ohne.
 
Vorbereitung: Stufenbohrer sind erst ab Bohrdurchmessern von 4 mm nutzbar. Daher ist vor ihrem Einsatz zur besseren Führung mit einem normalen Metallbohrer eine kleine Bohrung anzufertigen. Markiere die Mitte der Bohrung mit einem Körner. Es geht auch ein spitzer, dünner Nagel. Danach bohren Sie mit einem 1 mm dicken Bohrer das Blech an der markierten Stelle durch. Nun erweiteren Sie diese Bohrung in zwei weiteren Arbeitsschritten mit passenden Bohrern zuerst auf 2 mm und dann auf 3 mm.
 
Bohren: Nun ist die Bohrung groß genug, um den Stufenbohrer einzusetzen. Drehen Sie den Bohrer vorsichtig unter gleichmäßigem Druck immer im vollen Kreis. Vermeiden Sie es besonders beim Bohren von Hand, nur halbe Runden zu machen und statt dessen den Bohrer vorwärts und rückwärts zu drehen! Ansonsten entstehen keine runden Löcher.
Falls Sie doch eine Bohrmaschine einsetzt, so verwenden Sie bei Stahlblechen höchstens 500 Umdrehungen pro Minute, bei VA-Stahl sogar nur 250. Beim Bohren in Aluminium gehen Sie vorsichtig vor, damit Sie mit dem Bohrer nicht gleich mehrere Stufen auf einmal ausführen und das Loch am Ende zu groß wird.
 
Quellen: In der Regel haben alle Läden, die mit Werkzeuge handeln, auch solche Stufenbohrer im Angebot. Es gibt sie in zwei Ausführungen: mit 1-mm-Schritten und mit 2-mm-Schritten. Die erstgenannten Exemplare lassen sich nur für Löcher bis 12 mm verwenden, wohingegen die anderen bis 20 mm nutzbar sind.

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