Zusätze für den FA-NMT

Anwendungen Der FA-NWT kann von Hause aus "nur" die Durchgangsdämpfung von Baugruppen ermitteln sowie als VFO und als Leistungsmesser dienen. Doch der FA-NWT kann wesentlich mehr, wie einige der vielen möglichen Messschaltungen zeigen.
Sortiment Dafür sind lediglich ein paar einfache Zusätze erforderlich. Die Software erledigt dann den Rest. Die für mich nicht mehr wegzudenkenden Zusätze möchte ich Ihnen hier vorstellen. Diese, ähnliche und weitere Zusätze waren als Fertigbaugruppen bzw. als Bausätze beim Funkamateur (Box 73) erhältlich. Doch auch mit den Eigenbauvarianten lassen sich zumindest im Kurzwellenbereich gute Ergebnisse erzielen.
 
Der Messdetektor im FA-NWT ist für die Aufnahme linearer und logarithmischer Messwerte geeignet. Für seine Kalibrierung sind 2 Dämpfungsglieder erforderlich: eines mit 6 dB für lineare Messungen und eines mit 40 dB für logarithmische Messungen.
6 dB Das 6-dB-Dämpfungsglied lässt sich aus 4 Widerständen aufbauen, die jeder Elektronikladen im Sortiment hat. Ich habe mich für SMD-Widerstände (1206) entschieden, da sie schön klein sind und so einen kompakten Aufbau ermöglichen.
6 dB Zweimal 150 Ω und zweimal 75 Ω ergeben entsprechend Stromlaufplan zusammengeschaltet eine Dämpfung von 6 dB. Die einseitige Platine ist 3,5 cm x 1,5 cm groß. Die rot dargestellten Buchsen sind von der Oberseite aus einzubauen, die gelb dargestellten SMD-Bauteile von der Unterseite aufzulöten.
40 dB Das 40-dB-Dämpfungsglied lässt sich ebenfalls aus 4 Widerständen aufbauen, die jeder Elektronikladen im Sortiment hat. Ich habe mich wieder für SMD-Widerstände (1206) entschieden.
40 dB Zweimal 51 Ω sowie 1,2 kΩ und 1,3 kΩ ergeben entsprechend Stromlaufplan zusammengeschaltet eine Dämpfung von 40 dB. Die einseitige Platine ist ebenfalls 3,5 cm x 1,5 cm groß. Die rot dargestellten Buchsen sind von der Oberseite aus einzubauen, die gelb dargestellten SMD-Bauteile von der Unterseite aufzulöten.
 
Reflexion Für Messungen der Reflexion und/oder des Stehwellenverhältnisses (SWV) ist ein Reflexionsmesskopf notwendig. Ich habe als fertiges Bauteil den Koppler PDC-10-1BD von Mini-Circuits verwendet, der auch beim Funkamateur (Box 73) erhältlich ist. Man könnte auch einen passenden Übertrager selbst wickeln, doch davor habe ich im Hinblick auf die erreichbare Genauigkeit abgesehen. Mit dem PDC-10-1BD lassen sich laut Datenblatt von 10 bis 200 MHz Reflexionsdämpfungen bis mindestens 35 dB messen, von 1 bis 10 MHz sogar bis mindestens 55 dB. Der Koppler lässt sich mit bis zu 2 W ansteuern.
Reflexion Auf der Platine finden Sie bei CX und CY noch Platz für Abstimmkondensatoren in SMD-Bauform. Mit ihnen könnten Sie noch das letzte Dezibel Richtschärfe aus dem Reflexionsmesskopf herausholen. Doch da ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, blieben diese Plätze bisher leer (Messungen der Richtschärfe: 1 bis 30 MHz, 1 bis 160 MHz). Die einseitige Platine ist 5,0 cm x 3,5 cm groß. Die rot dargestellten Buchsen und der Koppler sind von der Oberseite aus einzubauen, die gelb dargestellten SMD-Bauteile von der Unterseite aufzulöten.
 
zweiter Messdetektor In manchen Situationen ist es wünschenswert, 2 Messwerte gleichzeitig aufzunehmen. Dies kann z.B. bei der Aufnahme der Durchgangsdämpfung eines Filters und der gleichzeitigen Aufnahme der Reflexionsdämpfung der Fall sein. Dafür ist nur ein zweiter Messdetektor erforderlich, der extern an den FA-NWT angeschlossen werden kann. Es gab einen Bausatz beim Funkamateur (Box 73), der auch ein bearbeitetes Gehäuse enthielt. Der zweite Messdetektor ermöglicht alle logarithmischen Messungen, die auch mit dem internen Messdetektor möglich sind.
 
50 Ω Für die Ermittlung von Impedanzen sind der oben genannte Reflexionsmesskopf und ein 50-Ω-Längswiderstand erforderlich. Letzteren habe ich aus 2 Widerständen aufgebaut, die jeder Elektronikladen im Sortiment hat.
50 Ω Ich habe mich wieder für SMD-Widerstände (1206) entschieden. Zweimal 100 Ω ergeben parallelgeschaltet einen Widerstand von 50 Ω. Die einseitige Platine ist 3,5 cm x 1,5 cm groß. Die rot dargestellten Buchsen sind von der Oberseite aus einzubauen, die gelb dargestellten SMD-Bauteile von der Unterseite aufzulöten.
 
Abschluss 50 Ω Einen 50-Ω-Abschlusswiderstand habe ich mir nicht selbst gebaut. Dafür kommt bei mir ein Exemplar aus der Messtechnik zum Einsatz, das bis 1 W belastbar ist. Dort gibt es hochwertige Abschlusswiderstände mit BNC-Stecker, die bis 4 GHz verwendbar sind. Doch Vorsicht! Lassen Sie sich keinen billigen Abschlusswiderstand aus der Netzwerktechnik andrehen! Auf denen steht zwar auch 50 Ω drauf, doch sie sind nicht für Messungen im Hochfrequenzbereich geeignet. Der Abschlusswiderstand, den ich verwende, stammt z.B. von Conrad Electronic (Bestell-Nr. 748473).
 
FA-SAV FA-SAV ist der Name des Spektrumanalysator-Zusatzes für den FA-NWT, der beim Funkamateur (Box 73) erhältlich war. Mit ihm sind spektrale Frequenzmessungen in 2 Frequenzbereichen (1 bis 75 MHz und 135 bis 148 MHz) sowie mit 3 Bandbreiten (300 Hz, 7 kHz, 30 kHz) möglich. Alle SMD-Bauteile des FA-SAV, die sich auf der Unterseite der Platine befinden, sind dabei schon im Bausatz bestückt gewesen.

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