Umbau des Ladegeräts
für Bleigel-Akkumulatoren

Ich war auf der Suche nach einem Ladegerät für einen Bleigel-Akkumulator. Dieses sollte die folgenden Eigenschaften haben:

für 110 und 230 V verwendbar,
Schwankungen der Eingangsspannung tolerieren,
klein und leicht,
Ausgangsspannung entweder genau 13,8 V mit Strombegrenzung oder mindestens 16,3 V ohne Strombegrenzung (für eine Laderegelung mittels IC L200).

Egston Nach längerem Suchen stieß ich auf ein Schaltnetzteil, dass meinen Vorstellungen entsprach. Leider war kein Händler für ein Netzteil mit den gewünschten Ausgangsspannungen zu finden. Daher öffnete ich zwei Netzteile mit unterschiedlichen Ausgangsspannungen und sah sie mir genauer an. Es gab nur jeweils 2 unterschiedliche Widerstände. Der Rest war identisch. Nach einigen Versuchen stellte ich fest, dass man die Ausgangsspannung und den maximalen Ausgangsstrom durch Austauschen dieser Widerstände leicht ändern konnte. Hurra!
 
Daten
 
Vom Hersteller Egston sind bei Conrad Electronic (Best.-Nr. 510997) Schaltnetzteile mit folgenden Daten verfügbar:

Bezeichnung: Mainy
Eingangsspannung: 90 bis 264 V
Masse: 115 g
maximal entnehmbare Leistung: 12 W
zur Verfügung stehende Spannungen: 9 V (max. 1,3 A), 12 V (max. 1,0 A), 15 V (max. 0,8 A), 24 V (max. 0,5 A)


Hinweis
 
In der Zwischenzeit wurde die Produktion auf die Serie N2W umgestellt. Der Teil der Leiterplatte, der zum 230-V-Anschluss zeigt, hat sich geändert. Doch die Platinenhälfte, auf der die Modifikation vorgenommen werden müssen, ist gleich geblieben.
 
Formeln
 
Egston Durch die nachfolgenden Formeln ist es möglich, jede beliebige Spannung (zwischen 9 und 24 V) und jeden beliebigen maximalen Strom (bis zu 1,3 A) einzustellen. Sie sollten dabei jedoch stets die maximale Ausgangsleistung von 12 W beachten.
 
RU = 1,8889 · U − 6,3333
RI = 4,7667 · I + 0,1067
mit RU in kΩ, RI in kΩ, U in V und I in A
 
Damit man nicht lange rechnen muss, hier noch eine Hilfe.

 V

 A

 W

 kΩ

 kΩ

Umbau
 
Egston Hebeln Sie das Egston-Schild mit einem Schraubendreher vorsichtig heraus. Ziehen Sie beide Gehäusehälften auseinander. Das Gehäuse ist an den Seiten verklebt. Es ist eine harte Arbeit, aber es ist möglich. Änderen Sie die markierten Widerstände auf der Platine nach Ihren Wünschen. Wenn parallelgeschaltete Widerstände erforderlich sind, so löten Sie diese einfach übereinander (wie ein Sandwich). Kleben Sie das Gehäuse wieder zu. Fertig!
 
PS. Statt des Festwiderstands für RU können Sie auch einen Einstellregler einlöten. Die Lötstellen dafür sind vorhanden.
 
Ergebnis
 
Für meinen Umbau verwendete ich ein Netzteil für 15 V/0,8 A. Ich habe für RU 3 Widerstände (68 kΩ, 68 kΩ, 47 kΩ) parallele verwendet und so eine Ausgangsspannung von 13,8 V erreicht. Die originale Strombegrenzung von 0,8 A habe ich zwar mit unterschiedlichen Widerständen ausprobiert, am Ende aber nicht verändert, da sie für meinen Zweck ausreichend war.

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