3. QRP-, Selbstbau- und Jugendtreffen
auf dem Adlersberg


 
Zum Glück spielte das Wetter mit, so­dass es nicht störte, beim Löten zum Teil im Freien zu sitzen.
Etwas Lernen zu müssen, wirkt für viele Jugendlichen (und nicht nur für diese) eher abschreckend. Macht man sie jedoch mit den am Ende win­kenden Ergeb­nissen ver­traut, so steigt schnell das Interesse.
Die meisten Akteure hat­ten zum er­sten Mal einen Lötkolben und die eher klein wirkenden Bauteile in der Hand.
Trotz den zum Teil recht beängstigend geringen Entfernun­gen zu den Lötkol­ben traten durch das konzentrierte Arbei­ten keine Unfälle auf.
 
Eine Schaltung ohne allzu großes Nach­denken einfach mal so nebenbei aufzubauen kann ja nahe­zu jeder - die Funktion der einzelnen Bau­teile auch zu verstehen und den Entste­hungsweg der Schaltung zu erkennen, brachte den Kick. Eine Zange zum Fest­halten der ein­zulötenden Bauteile ist oft schlecht zu handhaben. Da musste es das eine oder andere mal auch schon ohne gehen. Bange Frage: Ist der Draht schon weit genug abgekühlt? Mal anfas­sen. Schnelle Antwort: Autsch - fast.
 
Mit dem Vorurteil, dass das weibliche Geschlecht nichts von Technik versteht, sollte man(n) nach einem Blick auf die­ses Bild entgültig Schluss machen. Und die weiblichen Teams waren in der Regel schneller, da sie we­niger Fehler mach­ten. Am meisten haben mich diese beiden jungen Damen überrascht. Ihre Schaltung war ein simp­ler Multivibra­tor mit Piepser und eigentlich "nur" dafür vorgesehen, beim Druck auf den Taster einen lauten Ton von sich zu geben. Am Ende konnten sie ihre Schaltung dank zweier zusätzli­cher Leuchtdioden sowohl für die akusti­sche auch auch für die optische Kommuni­kation verwenden.
 
Irgendwann entwickelte die Fuchsjagd ei­ne nicht geahnte Ei­gendynamik. Diejeni­gen, die eben gera­de erst selbst den Fuchs aufgespührt hatten, erklärten denjenigen, die bis­her auf diesen Spaß verzichten hatten, die Funktion der Peil­empfänger.
 
Auch etwas abseits des Getümmels fand sich auf der grünen Wiese immer wieder die eine oder andere Stelle zum Fachsim­peln und/oder zum Vorstellen von eige­nen Geräte sowie besonderen Kon­struktionen von Antennen, die man an­schließend auch gleich noch an zum Teil exponierten Stellen ausprobieren konnte.
 
Da ein eher zwangloser Charakter das Treffen be­stimmte, bo­ten sich als willkommene Ergänzung zu den Vorträgen überall auf dem Gelände Gelegenheiten, große und kleine Stationsausrüstungen (hier HaJo Brandt, DJ1ZB, an seiner Station vor dem Zelt) zu bestaunen, neues zu lernen und Erfah­rungen auszutau­schen.
HaJo befriedigte in einem der großen Zelte auch den Wis­sensdurst derjeni­gen, die etwas über Sender und Empfänger mit minimaler Bau­teilanzahl erfahren wollten.
 
Peter, DL2FI, kramte am Nachmittag ne­ben vielen anderen auch für den Ama­teurfunk nutzbaren Dingen endlich den für seinen Vortrag benötigten Ringkern aus der Hosentasche hervor, sodass die Vorstellung eines bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland wei­testgehend nicht be­kannten
Antennentyps auf dem Platz zwischen den Zelten beginnen konnte. Die ohne all­zu große Abgleich- und Messarbeiten erreichbaren Ergeb­nisse brachten viele der dicht herumste­henden Zuhörer zum Staunen. Dabei ist die Antenne besonders für solche Leute gedacht, die keine hohen Punkte zum Abspannen nutzen kön­nen und die trotzdem eine vertikale Halbwellenanten­ne ausprobieren wollen. Sie trägt den Na­men C-Pol und erfordert nur einen kurzen Mast und wenig Zusatzmaterial.
 
Einige der hier zu sehenden Bilder sandte mir Dieter, DL1RDB, zu. Sie entstanden in den Zeiten, in denen ich vor lauter Aktion nicht zum Fotoapparat greifen konnte und wollte.

Impressum