Nachrichten und Informationen

Hier finden Sie mei­ne aktuellen Nachrichten und Informationen, die den Amateurfunk be­treffen, sowie im Archiv die seit 2004 veröffentlichten Texte.
Linie Jersey - Englische Sprache und Französisches Flair
 
10. - 17. Juni 2017
 
Satellitenbild der Kanalinseln Jer­sey ist ei­ne der Ka­nal­in­seln, ei­ner In­sel­grup­pe im süd­west­li­chen Teil des Är­mel­ka­nals na­he Frank­reich. Geo­lo­gisch ge­hö­ren al­le Ka­nal­in­seln zu ei­nem Mas­siv, das min­de­stens 400 Mil­lio­nen Jah­re alt ist. Erst nach der letz­ten Eis­zeit vor et­wa 10000 Jah­ren wur­den sie zu In­seln. Al­len In­seln ge­mein­sam ist ihr vom Golf­strom be­ein­fluss­tes Kli­ma. Die Ka­nal­in­seln sind als Kron­be­sitz des Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs. Das Bild rechts ist der Aus­schnitt aus ei­nem Sa­tel­li­ten­bild der NASA/God­dard Space Flight Cen­ter (Quel­le: Wi­ki­pe­dia).
 
Flagge von Jersey Die Ka­nal­in­seln sind in in die Vog­tei­en (Bai­li­wicks) Jer­sey und Guern­sey un­ter­teilt. Zu Jer­sey ge­hö­ren ne­ben Jer­sey die un­be­wohn­ten In­seln und Fel­sen­grup­pen Les Di­rouil­les, Ecré­hous, Min­quiers und Pier­res de Lecq. Zu Guern­sey ge­hö­ren ne­ben Guern­sey noch Al­der­ney, Sark, Herm, Bre­cqhou und Je­thou sowie die un­be­wohn­ten In­seln und Fel­sen­grup­pen Bu­rhou, Li­hou und Cas­quets. Auf al­len Ka­nal­in­seln zu­sam­men le­ben un­ge­fähr 166000 Men­schen, auf Jer­sey etwa 100000.
 
Impressionen
 
Ich be­such­te drei der Ka­nal­in­seln wäh­rend ei­ner von Ro­tel Tours or­ga­ni­sier­ten Rei­se. Als Un­ter­kunft dien­te das The May­fair Ho­tel in Saint He­lier. Saint He­lier ist ei­ne von 12 Ge­mein­den auf Jer­sey. Es ist mit rund 33000 Ein­woh­nern die größ­te Stadt und Haupt­stadt der In­sel. Nach dem Flug am spä­ten Nach­mit­tag blieb am 1. Tag nur noch Zeit für ei­nem kur­zen Spa­zier­gang durch Saint He­lier.
 
La Pouquelaye de Faldouet Mont Orguell Castle Der ge­sam­te 2. Tag war ei­ner Rund­fahrt auf der 120 km2 gro­ßen In­sel vor­be­hal­ten. Zu­erst fuh­ren wir zur süd­öst­li­chen Ecke der In­sel, zum La Rocque Point. Nach ei­nem kur­zen Ab­ste­cher zu dem in der Nä­he von Go­rey lie­gen­den La Pou­que­laye de Fal­douet, ei­ner der 15 noch er­hal­te­nen Me­ga­lith-An­la­gen (Dol­men) auf der In­sel, ging es nach Go­rey selbst. Über die­sem klei­nen Ort thront Mont Or­guell Ca­stle.
La Hougue Bie Groznez Point Das Mu­seum von La Hougue Bie um­fasst ei­nes der 10 äl­te­sten Bau­wer­ke der Welt. Es ist ein 22 m lan­ges Gang­grab un­ter ei­nem 14 m ho­hen Stein­hü­gel, das sich an der Son­ne orien­tiert und das vor et­wa 6000 Jah­ren er­baut wur­de. Be­reits im Mit­tel­al­ter er­rich­te­te man ei­ne Ka­pel­le auf dem Hü­gel. Das Grab wur­de erst 1925 ge­öff­net.
Un­se­re Fahrt führ­te uns da­nach mit ei­nem kur­zen Stopp in Greve de Lecq an das nord­öst­li­che En­de der In­sel, zum Groz­nez Point. Dort sind noch die Rui­nen von Groznoz Castle er­hal­ten und lei­der auch ei­ne der vie­len im zwei­ten Welt­krieg ge­bau­ten Ver­tei­di­gungs­an­la­gen. Wie im Foto zu se­hen ist, ist die Nord­kü­ste von Jer­sey ei­ne Steil­kü­ste.
Corbière Point St. Brelade's Church und Fisherman's Chapel Am süd­west­li­chen En­de der In­sel steht am Cor­bière Point ei­ner der vie­len Leucht­tür­me auf ei­nem hin­ge­gen recht nie­dri­gen Hü­gel. Der Turm ist nur bei Eb­be zu Fuß er­reich­bar.
Nur ein paar Mönchs­klö­ster ha­ben die Re­for­ma­tion im 16. Jahr­hun­dert über­stan­den. Ei­ne der we­ni­gen ist die Fi­sher­men's Cha­pel, eine klei­ne Ka­pel­le ne­ben der St. Bre­lade's Church im gleich­na­mi­gen Ort an der Süd­kü­ste. In der Ka­pel­le sind noch ei­ni­ge al­te Ma­le­rei­en er­hal­ten.
St. Matthews Glass Church Auf der Rück­fahrt be­sich­tigten wir noch die St. Matthew's Glass Chuch. Glas fin­det be­kannt­lich in Form von far­bi­gen Fen­stern in na­he­zu je­der Kir­che Ver­wen­dung. Doch in dem Aus­maß, wie es der fran­zö­si­sche Künst­ler René La­lique 1934 ver­wen­de­te, ha­be ich es noch nicht ge­se­hen. Die ge­sam­te Aus­stat­tung, vom Tauf­be­cken bis zum Kreuz und den Hei­li­gen­ab­bil­dun­gen ist aus ge­gos­se­nem, durch­schei­nen­dem wei­ßen Glas her­ge­stellt. Das wirkt mo­dern, je­doch auch sehr kalt - je­den­falls für mich.
 
Parish Church We­sent­lich bes­ser ge­fiel mir die am 3. Tag wäh­rend des Stadt­rund­gangs be­sich­tig­te Parish Chuch in Saint He­lier. Die Haupt­stadt selbst ist, wie vie­le gro­ße Stä­dte, über­lau­fen. Doch wer preis­wert ein­kau­fen möch­te, fin­det hier ga­ran­tiert ein Ge­schäft mit den ge­such­ten Pro­duk­ten. Wer sich zum Meer hin be­wegt, dem fal­len be­stimmt die vie­len Sitz­bän­ke mit Na­men und Zah­len da­rauf auf, die ent­lang des Stran­des ste­hen. Sie sol­len an die vor der Kü­ste Jer­seys ge­sun­ke­nen Schif­fe er­in­nern. Man fin­det In­for­ma­tio­nen zu den Schiffs­wracks auch auf dem Stadt­plan, sie­he wei­ter un­ten.
 
Little Chapel Die näch­sten bei­den Ta­ge wa­ren den Nach­bar­in­seln vor­be­hal­ten. Am 4. Tag fuh­ren wir mit ei­nem Ka­ta­ma­ran von Saint He­lier nach Saint Pe­ter Port auf Guern­sey. Et­wa 62500 Ein­woh­ner le­ben auf die­ser 63 km2 gro­ßen In­sel. Ne­ben ei­ner Fahrt an der be­ein­dru­cken­den Kü­sten­li­nie ent­lang kann ich je­dem nur ei­nen Rund­gang durch Saint Pe­ter Port emp­feh­len. Mit sei­nen ge­wun­de­nen Stra­ßen hat sich die Stadt, ehe­mals ein nor­man­ni­scher Ha­fen­ort, ei­nen un­wi­der­steh­li­chen Charme be­wahrt. Tou­ri­sten­magnet ist Little Cha­pel in Saint Andrew im In­sel­in­ne­ren. Es ist an­geb­lich die klein­ste, aber of­fi­ziell ge­weih­te Kir­che der Welt und au­ßer­dem mit bun­ten Mo­sai­ken und Mu­scheln de­ko­riert. Es ist ei­gent­lich die drit­te an die­ser Stel­le. Die er­ste, 1914 er­bau­te wurde nach Kri­ti­ken durch an­de­re Glau­bens­brü­der ab­ge­ris­sen. Durch die Tür der we­ni­ge Mo­nate spä­ter er­bau­ten zwei­ten Kir­che pass­te der 1923 an­ge­rei­ste Bi­schof nicht hin­durch. Da­her wur­de kurz da­nach auf ei­ner Flä­che von 4,9 m mal 2,7 m mit dem Bau der jetzt noch zu se­hen­den Ver­sion be­gon­nen.
 
Blick von Little Sark nach Brecqhou Am 5. Tag nutz­ten wir eine et­was klei­ne­re Fäh­re nach Sark. Da es kei­ne Au­tos dort gibt, läuft das Le­ben der et­wa 500 Be­woh­ner sehr ru­hig ab. Haupt­ver­kehrs­mit­tel ist ent­we­der der Trak­tor oder das (ge­mie­te­te) Fahr­rad. Selbst der Kran­ken­wa­gen wird von ei­nem Trak­tor ge­zo­gen. Wir fuh­ren mit ei­nem Pfer­de­wa­gen, um in et­was mehr als ei­ner Stun­de die At­trak­tio­nen der nur etwa 5,5 km2 gro­ßen In­sel zu be­sich­ti­gen. Doch auch zu Fuß lässt sich die In­sel gut er­kun­den. Wäh­rend die Rei­se­grup­pe mit dem Fuhr­werk zu den Gär­ten des Sei­gneur of Sark (Kron­va­sall) fuh­ren, stieg ich mit ei­ner klei­nen Grup­pe am Über­gang zur Little Sark ge­nann­ten Halb­in­sel aus. Die­ser In­sel­teil ist auf dem Land­weg nur über ei­nen bis zu 100 m ho­hen Grat (La Coupée) er­reich­bar, der erst seit 1900 ein Ge­län­der be­sitzt und 1945 von deut­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen zu ei­ner schma­len Stra­ße aus­ge­baut wur­de. Sich er­fri­schen und die Ru­he ge­nie­ßen kann man zum Bei­spiel in dem klei­nen Tee­gar­ten dort. Das fei­ne Re­stau­rant ne­ben­an er­schien uns im Hin­blick auf un­se­re Wan­der­klei­dung nicht an­ge­mes­sen.
 
Bouley Bay Der 6. Tag stell­te eine "Gar­ten­tour" dar, die bei Ju­dith Qué­rée's Gar­den im Nord­we­sten der In­sel be­gann. Die Be­sit­ze­rin hat ih­ren et­was mehr als 1000 m2 um­fas­sen­den pri­va­ten und so­mit nor­ma­ler­wei­se nicht zu­gäng­li­chen Gar­ten mit et­wa 2000 Pflan­zen so be­stückt, dass qua­si kein Platz für Un­kraut mehr bleibt.
Nach ei­nem Stopp an der Bou­ley Bay im Nor­den (Kaf­fee und Kuch­en gibt es in Mad Mary's Ca­fe di­rekt am Strand) ging es wei­ter zur St. Cathe­rine's Bay im Osten der In­sel. Die Eric Young Or­chid Foun­da­tion wei­ter im In­sel­in­ne­ren be­her­bergt Or­chi­de­en aus der gan­zen Welt. Die­se ein­zig­ar­ti­ge Or­chi­de­en­aus­stel­lung hat schon meh­re­re Prei­se ge­won­nen. Wer möch­te, kann auch (von au­ßen) ei­nen Blick in die Ge­wächs­häu­ser wer­fen.
Samares Manor Den Ab­schluss der Ta­ges­tour bil­de­te der Bo­ta­ni­sche Gar­ten bei Sa­ma­rès Ma­nor. The­ma­tisch oder geo­gra­fisch ge­ord­net ist dort na­he­zu je­de Pflan­ze zu fin­den, die ir­gend­wo in war­men Ge­bie­ten der Erde wächst. So fin­den sich Tul­pen­bäu­me und Erd­beer­bäu­me eben­so wie Kak­te­en und Suk­ku­len­ten. In den Jah­ren nach 1920 leg­te der Ree­de­rei­be­sit­zer Sir James Knott die­sen von April bis Ok­to­ber zu­gäng­li­chen Gar­ten an.
 
Crabbe Hole Le Fosse Vicq Wer möch­te, der kann die In­sel auch zu Fuß um­run­den. Re­la­tiv gut aus­ge­schil­der­te Wan­der­we­ge gibt es ent­lang der ge­sam­ten Kü­ste, zu­meist ober­halb der Klip­pen. Am 7. Tag un­ter­nah­men wir zu­min­dest ei­ne klei­ne Wan­de­rung auf den Klip­pen an der Nord­kü­ste. Sie be­gann am So­rel Point und führ­te im Rich­tung We­sten nach Greve de Lecq. Bit­te pla­nen Sie aus­rei­chend Zeit ein. Zum ei­nen füh­ren die We­ge kü­sten­nah und man muss so­mit je­de noch so klei­ne Ein­buch­tung um­ge­hen. Zum an­de­ren sind die Aus­bli­cke spek­ta­ku­lär. Bei­des zu­sam­men, al­so Lau­fen und gleich­zei­tig die Aus­sicht ge­nie­ßen, führt bei den teils stei­ni­gen We­gen un­wei­ger­lich zum Strau­cheln. Au­ßer­dem er­for­dert der Ab­stieg zu ei­nem in­te­res­san­ten Punkt, wie bei uns De­vils's Hole, zu­sätz­li­che Zeit.
 
Elisabeth Castle Da der Ab­flug am 8. Tag erst abends er­folg­te, blieb noch ge­nü­gend Zeit, die Rei­se­ein­drü­cke bei ei­nem Spa­zier­gang am Strand der Saint Au­bin's Bay von Saint He­lier zum na­mens­ge­ben­den Ort Re­vue pas­sie­ren zu las­sen. Auf mei­nem Plan für ei­nen even­tuel­len näch­sten Be­such von Jer­sey steht un­ter an­de­rem das Eli­sa­beth Ca­stle. Es lässt sich bei Eb­be zu Fuß und bei Flut mit ei­nem Am­phi­bien­fahr­zeug er­rei­chen. Doch Vor­sicht bei Wan­de­run­gen wäh­rend der Eb­be! Der Ti­den­hub kann auf Jer­sey bis zu 13 m be­tra­gen. Au­ßer­dem soll­te man be­ach­ten, dass die Flut auf­grund des fla­chen Mee­res­bo­dens sehr schnell kommt.
 
Zur Orien­tie­rung auf Jer­sey reicht die be­reits im Flug­ha­fen­ge­bäu­de aus­ge­leg­te Kar­te völ­lig. Auf der ei­nen Sei­te ist der Stadt­plan von Saint He­lier und auf der an­de­ren die Land­kar­te der ge­sam­ten In­sel im Maß­stab 1:25000 ab­ge­druckt. Auf der Kar­te sind selbst al­le Ne­ben­stra­ßen ver­zeich­net und auch die Bus­li­nien und Se­hens­wür­dig­kei­ten an­ge­ge­ben. Für Guern­sey und Sark sind ähn­li­che Kar­ten auf den Fäh­ren oder an den Ab­le­ge­stel­len ver­füg­bar. Zur Er­kun­dung von Jer­sey bie­ten sich so­wohl Miet­au­tos als auch das dich­te Bus­netz an. Zwar wer­den ab­ge­le­ge­ne Or­te manch­mal nur zwei­mal am Tag an­ge­fah­ren, doch die Tou­ri­sten­hoch­bur­gen sind im Stun­den­takt ver­bun­den.
 
Die Stra­ßen­na­men und Orts­be­zeich­nun­gen sind ein bun­tes Ge­wirr aus eng­li­schen und fran­zö­si­schen Be­grif­fen, so­dass die kor­rek­te Aus­spra­che manch­mal Rät­sel auf­gibt. Ne­ben Eng­lisch wird auf Jer­sey von äl­te­ren Men­schen manch­mal noch ein nor­man­ni­scher Dialekt (Jèr­riais) ge­spro­chen. Die­ser Dia­lekt weicht je­doch so stark vom Stan­dard-Fran­zö­sisch ab, dass ihn nur die ein­hei­mi­schen In­sel­be­woh­ner selbst ver­ste­hen - und auch von ih­nen nicht al­le. Aus die­sem Grund ist der Dia­lekt kein Pflicht­fach an den Schu­len mehr.
 
Amateurfunk
 
Da die Vog­tei­en Jer­sey und Guern­sey ei­gen­stän­di­ge po­li­ti­sche Ein­hei­ten sind, exi­stie­ren se­pa­ra­te DXCC-Ge­bie­te auf ih­nen. Die Ka­nal­in­seln sind al­le CEPT-Län­der. Da­her war es nicht er­for­der­lich, sich auf kom­pli­zier­tem Weg ei­ne Gast­li­zenz zu be­sor­gen. Die Mit­füh­rung der Li­zenz des Hei­mat­lands reicht, um als Funk­ama­teur ak­tiv zu wer­den. Der Zeit­plan wäh­rend der Ta­ges­aus­flü­ge auf die In­seln Guern­sey und Sark (ge­hö­ren bei­de zu GU, IOTA EU-014) bot kei­ne Ge­le­gen­heit, die Sta­tion auf­zu­bau­en. Da­her blieb nur die Zeit auf Jer­sey (GJ, IOTA EU-013), um mei­nem Hob­by zu frö­nen.
 
Der Auf­bau und Be­trieb ei­ner Funk­sta­tion an dem et­wa 10 Mi­nu­ten vom Ho­tel ent­fern­ten Strand wäre je­der­zeit mög­lich ge­we­sen. Vor­her frag­te ich je­doch beim Ho­tel­ma­na­ger nach, ob er den Auf­bau ei­ner An­ten­ne ge­neh­mi­gen wür­de. Sein Kom­men­tar: It's fine! Al­so er­rich­te­te ich auf der Son­nen­te­ras­se in der 2. Eta­ge am Sicht­schutz zur Stra­ße ei­ne An­ten­ne und in mei­nem un­mit­tel­bar an­gren­zen­den Zim­mer die Sta­tion.
 
QSL-Karte MJ/DK3RED Als Trans­cei­ver hat­te ich mei­nen Ele­craft KX3 mit ein­ge­bau­tem An­ten­nen­tu­ner da­bei. Ein 13-m-Di­pol nach Karl Hil­le, DL1VU, an ei­nem 10 m ho­hen Te­le­skop­mast dien­te als An­ten­ne. Die­sen Di­pol spann­te ich als Ground­plane auf, ge­nau­er ge­sagt als Up & Ou­ter. Ein Ast ver­lief senk­recht am Mast nach oben, der an­de­re waa­ge­recht auf der Ober­kan­te des Holz­zau­nes. Die Zwei­draht­lei­tung führ­te ich durch das an­ge­kipp­te Fen­ster. Der nicht ganz aus­ge­zo­ge­ne Mast ließ sich mit Gum­mi­bän­dern an ei­nem der Zaun­pfo­sten be­fe­sti­gen. Au­ßer­dem ka­men zum Ge­ben eine Palm Single und ein Ta­blet-PC zum Ein­satz. Die Strom­ver­sor­gung bil­de­te ein LiFePo4-Ak­ku­mu­la­tor mit 4,5 Ah Ka­pa­zi­tät.
 
Ach­tung: Bit­te nicht den Rei­se­adap­ter ver­ges­sen! Die Ho­tel­zim­mer ver­fü­gen zwar über vie­le Steck­do­sen mit 230 V Wech­sel­strom, je­doch sind al­le Do­sen vom Typ G. An­son­sten bleibt zum Auf­la­den der Ak­ku­mu­la­to­ren nur die Ra­sier­ste­cker­buch­se im Bad.
 
So aus­ge­rü­stet konn­te ich als MJ/DK3RED vom Ho­tel auf Jer­sey an 2 Tagen (über­wie­gend abends) in­ner­halb we­ni­ger Stun­den auf 4 Bän­dern (40, 30, 20 und 10 m) ins­ge­samt 38 QSOs mit eu­ro­pä­ischen Sta­tio­nen in 15 DXCC-Ge­bie­ten (DL, EI, EU, F, G, I, LA, OK, ON, OZ, PA, RAeu, S5, SP, YL) in 3 Zo­nen (CQ 14, 15, 16) er­rei­chen. Er­freu­li­cher­wei­se ka­men vie­le Ver­bin­dun­gen wäh­rend ei­ner Spo­ra­dic-E-Pha­se (ES) auf 10 m ins Log­buch.
 
Schon bei mei­ner Rück­kehr von Jer­sey la­gen ei­ne di­rek­te QSL-Kar­te im Brief­ka­sten und die An­fra­ge ei­nes SWLs im E-Mail-Post­fach. Al­le QSL-Kar­ten wur­den am 23. Juni 2017 über das Büro ver­schi­ckt, di­rek­te An­fra­gen schon 2 Ta­ge vor­her. Ich dan­ke al­len, die mei­ne lei­sen Sig­nale auf­neh­men konn­ten und be­ant­wor­tet ha­ben.
Linie nach oben Archiv
 
Jersey - Englische Sprache und Französisches Flair, 10. - 17. Juni 2017
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